100 Jahre – Der Kampf geht weiter

Auf der Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen im Jahre 1910 wurde der Internationale Frauentag als Tag des Kampfes für die Gleichberechtigung der Frau ins Leben gerufen. Er ist ein Teil der Geschichte des Kampfes der Arbeiterbewegung für soziale und politische Gerechtigkeit, für die Geschichte des Kampfes der Frauenbewegungen an deren Spitze in Deutschland Klara Zetkin stand.

In seinem vor 125 Jahren erschienen Buch „Die Frau und der Sozialismus“ hat August Bebel nachgewiesen, dass der Kampf um Gleichberechtigung der Frau auf das engste verknüpft ist mit dem Kampf der Arbeiterklasse gegen die Unterdrückung und Ausbeutung. Im Sozialismus sah Bebel die Bedingung gegeben für die soziale und ökonomische vollkommene Unabhängigkeit der Frau.

Hat der real existierende Sozialismus diese Voraussage bewiesen? Mit der ersten Verfassung der DDR im Jahr 1949 wurden alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstanden, außer Kraft gesetzt und nachfolgend gesetzliche Grundlagen für die Veränderung der Rolle der Frauen in allen Lebensbereichen geschaffen. Seit 1949 war das Recht auf Arbeit sowie das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeitsleistung garantiertes, in der Praxis verwirklichtes Gesetz. Das war die entscheidende Grundlage für die freiwillige gleichberechtigte Teilnahme der Frau im Produktionsprozess als Voraussetzung für die ökonomische Unabhängigkeit der Frau.

Bis 1989 stand die Mehrheit der Frauen im Berufsleben bzw. im Studium. Schritt um Schritt wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Berufstätigkeit und Mutterschaft in Einklang bringen zu können.

Nicht alle Wünsche konnten schon in Erfüllung gehen. Die Frauen, selbst dort, wo die Männer im Haushalt halfen, trugen noch manche doppelte Belastung.

Der Verlust auf einen sicheren Arbeitsplatz, auf gute Ausbildung, auf sichere Berufsausichten der eigenen Kinder lastet nun wieder schwer auf den Frauen.

Der 8. März, der in der DDR bereits ein Festtag war, muss wieder zum Internationalen Kampftag für die Rechte der Frau werden.

redaktionell bearbeitet, ungekürzt siehe: www.dkpbrandenburg.de

Margot Honecker

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*