Aktivtagung und Landesmitgliederversammlung der DKP Brandenburg am 18. und 19. Oktober 2014

- eine notwendige Nachbetrachtung -

Das Wochenende mit der Aktivtagung und die Landesmitgliederversammlung war alles in allem ein gelungener Höhepunkt unseres Parteilebens nach den umfangreichen Wahlaktivitäten unserer Landesorganisation. Wir haben territorial Erfolge erzielt, bis hin zur Neugründung einer Gruppe in Fürstenwalde und der Gewinnung neuer Sympathisanten. Darin zeigt sich der Erfolg der politischen Arbeit. Der Einsatz unseres DKP-Info-Mobils hat dabei eine hervorragende Rolle gespielt – es hat sich mannigfaltig bewährt, der Einsatz unserer Mittel war sehr sinnvoll!

Für unsere Beratungen haben wir uns also das Thema „Parteienverständnis“ gewählt.

Sinnvollerweise beschränken wir uns auf das Parteiverständnis, bezogen auf unsere DKP – für andere politische Parteien müssen wir kein Verständnis entwickeln und beschreiben. Die Diskussion zum Thema war sehr interessant, aufschlussreich und zeigte, dass wir damit noch lange nicht ein abschließendes Fazit anbieten können. Deshalb wurde auch der Beschlussgefasst, diese Thematik in den Gruppen weiter zu bearbeiten. Immer, wenn wir die politische Aktivität unserer Landesorganisation, unserer Gruppen und auch einzelner Mitglieder analysieren, stoßen wir auf die Frage: „Wie ist das Parteiverständnis für unsere Partei, die DKP, entwickelt?“

Die Mitgliedschaft in der DKP ist an keinerlei materiellen Vorteil geknüpft, so dass wir davon ausgehen können, es ist die politische Heimat, die die DKP für ihre Mitglieder bietet. Eine politische Heimat, die von der Marxistisch-Leninistischen Weltanschauung geprägt ist, vom Programm der Partei bestimmt wird und deren Statut die Regeln der Arbeit innerhalb der Partei festlegt. All diese Faktoren werden von den Mitgliedern der Partei durch ihre Mitgliedschaft anerkannt. Es ist die politische Heimat, die eine enge Verbundenheit mit der Partei erzeugt und auf deren Grundlage sich ein hohes Maß an Bereitschaft für politische Arbeit entwickelt. Beschlüsse der Partei werden somit in freiwilliger, bewusster Disziplin initiativreich umgesetzt. So sollte es sein!

Die Praxis ist aber auch für uns der Prüfstein der Theorie, und so müssen wir konstatieren, dass es in unserer Landesorganisation einige Mitglieder gibt, die für sich und ihre Verbundenheit mit der Partei eigene Regeln befolgen. Diese Verhaltensweise geht so weit, dass bei EU-Wahlen nicht die DKP gewählt wird, obwohl sie auf dem Wahlschein verzeichnet ist und die Partei auf die eigenständige Kandidatur orientiert hat. Gleichermaßen wird an anderer Stelle für die Partei Die Linke kandidiert, ohne dass die Mitgliedschaft in der DKP bekundet wird. Hat das noch etwas mit Parteiverständnis für die DKP zu tun? Ist das überhaupt mit der Mitgliedschaft in der DKP vereinbar?

Schlussendlich müssen wir konstatieren, dass auch in unserer Landesorganisation, bei einigen Mitgliedern, bei einigen Leitungsstrukturen und Grundorganisationen es an Parteilichkeit mangelt. Dies zu beheben ist für unseren Landesverband die jetzt vordringliche Aufgabe. Unser Ziel ist, den Parteiaufbau zu stärken und politische Arbeit zu effektiveren. Dazu ist es auch wichtig, dass die Kommunikation zwischen den Gruppenvorständen und dem Landesvorstand verbessert wird. Der Landesvorstand wird mit den Gruppenvorständen beraten, welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um hier Informationsverluste zu vermeiden und die Kampf- und Aktionsfähigkeit des Landesverbandes zu stärken.

Der Landesvorstand

1 Kommentar zu Aktivtagung und Landesmitgliederversammlung der DKP Brandenburg am 18. und 19. Oktober 2014

  1. Thomas Münzberg // 11. November 2014 um 23:18 // Antworten

    Die Partei neuen Typus, so lernte ich es, ist die kommunistische Partei auf dem Fundaments der Klassiker, von Marx, Engels, Lenins, ist die Partei Thälmanns !
    Diese Partei, ist dem demokratischen Zentralismus verpflichtet, in Theorie und Praxis. In der Theorie insoweit, dass dieses unabdingliche Prinzip ein Hauptteil der Bildungsarbeit sein muss und ist. In der Praxis insofern, als dass die erdrückende Mehrheit der Mitglieder sich in ihrer Haltung zur Partei eng genau daran halten.
    Demokratischer Zentralismus heißt u.a.auch, dass Beschlüsse verbindlich sind, über deren Erfüllung Rechenschaft zu legen ist. Demokratischer Zentralismus heisst eben auch, dass das innerparteiliche Leben von Solidarität und Disziplin geprägt ist, dass jeder leistet, was möglich ist. Dazu gehört Ehrlichkeit gegenüber den Genossen, gegenüber sich selbst, gegenüber der Partei.
    Wenn ich die Landes-MV Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass die übergroße Mehrheit in unserem Landesband konsequent genau danach lebt: sich engagiert, in der Partei, in der Kommune, in Verbänden. Die Mehrzahl der Mitglieder arbeiten aktiv für die Ziele unserer DKP,
    Wenn einige Wenige ein anderes Parteiveständnis haben, meinen, sich nicht an Mehrheitsbeschlüsse halten zu müssen, so müssen diese eben erleben, dass sie isoliert sind, ihr Verhalten mehrheitlich nicht gutgeheißen wird.
    Zur Erinnerung an die „Zweifler“: die kommunistische Partei ist die organisierte Kampfkraft der Arbeiterklasse, das ist ein hoher Anspruch, dem wir alle, tagtäglich, gerecht werden wollen, müssen, worum wir uns engagieren müssen, mit ganzem Herzen.

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