Alarm in Oberhavel

(Oranienburg) – Nachdem Mitarbeiter der Kreisverwaltung in den vergangenen Jahren einer zunehmenden Gewalt durch Besucher ausgesetzt waren, sollen ab Mitte des Jahres alle Arbeitsplätze mit einem stillen Alarmierungssystem verbunden sein. Zudem wird es Schulungen für die Mitarbeiter geben.
Im Jahr 2012 hatte der Fachbereich Personal und Finanzen 55 Vorfälle registriert, in denen Mitarbeiter Opfer schwerer Verbalattacken oder körperlicher Gewalt wurden. 2013 wurden nur noch 29 Übergriffe Teil der offiziellen Statistik.
Um ihre Mitarbeiter auf brenzlige Situationen vorzubereiten, bietet die Verwaltung zahlreiche Schulungen an. Mit Hilfe der Seminare sollen sich Mitarbeiter für den Ernstfall fit machen. Zugleich händigte die Verwaltung im vergangenen November ein Sicherheitshandbuch aus, das Tipps zum Verhalten vor, während und nach Gewalttaten gibt. Tatsächlich ist ein flächendeckendes Alarmierungssystem, wie es die Verwaltung einführen will, ein weitreichender Schritt. Zwar statteten auch andere Kreise wie die Uckermark, Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark Büros mit Alarmierungssystemen aus – aber nur in sensiblen oder hochfrequentierten Bereichen wie etwa dem Jobcenter. Über die Abstellung der Ursachen der zunehmenden Gewalt, z.B. immer unmenschlicheres Verwaltungshandeln, scheint sich Niemand Gedanken zu machen.

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