Atombombe für Deutschland? Nein! Nicht mit uns!

Erschreckenderweise muss man feststellen, dass die Diskussionen über eigene Atombomben für Deutschland im letzten halben Jahr deutlich zugenommen haben. Noch schlimmer ist, dass darüber offen im Bundeskanlzeramt nachgedacht wird, sowie von Abgeordneten im Bundestag. Haben denn diese Menschen noch immer nicht aus den zwei Weltkriegen gelernt? Man weiß doch über die zerstörerische Kraft der Atombombe! Wozu aufrüsten statt abrüsten, wozu sinnlos Milliarden von Euros in die Rüstungsindustrie stecken? Die Bildung bleibt auf der Strecke. Vom Sozialbereich werden diese Milliarden Euro abgezeweigt. Doch dort wird das Geld viel dringender benötigt.

Im Fliegerhorst Büchel, der von der Deutschen Luftwaffe betrieben wird, sind derzeit schätzungsweise zwischen 10 und 20 Atombomben des Typs B61-2 gelagert. Die Atombombe B61-2 ist in etwa 20 mal stärker als die in Japan auf die Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen Atombomben. Der Beschluss der Bundesregierung von 2010, die Atombomben aus Deutschland abziehen zulassen wurde 2015 verworfen ohne daß es jemals die kleinste Bemühung gab den Beschluss durchzusetzten. Stattdessen begann man ab Mitte/Ende 2016 darüber zu diskutieren, ob es nicht sinnvoll wäre, selbst Atombomben anzuschaffen. Dies wurde durch Aussagen von Donald Trump zur Nato noch weiter befeuert.

Deutschland ist derzeit schon passive und gleichzeitig aktive Atommacht, denn für die Wartung und Lagerung ist die Bundeswehr zu größten Teilen eigenverantwortlich. Das wird aus unseren Steuergeldern finanziert. Nochmal im Klartext: Wir Steuerzahler zahlen dafür, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihre 10 bis 20 Atombomben bei uns lagern und kommen auch noch für die Wartung der Einsatzbereitschaft auf. Das ist ein Skandal ohne gleichen. Warum auch aktive Atommacht? Wenn Präsident Trump die Atombomben in Büchel freigibt, dann gehen die Atombomben an Deutschland über und die deutsche Luftwaffe verfügt über diese und kann Angriffe mit diesen Atombomben ausführen.

Ein Zeichen dafür, dass Deutschland nach Besitz von Atomwaffe strebt, zeigt auch der Boykott der Konferenz für die Abrüstung und das Verbot von Atomwaffen, an dem Politiker der BRD gar nicht erst teilgenommen haben.

Wir positionieren uns ganz klar gegen die Anschaffung eigener Atombomben sowie für die Abschaffung und Vernichtung der in Deutschland stationierten Atomwaffen. Wir fordern die Bundesregierung auf, unverzüglich den Beschluss von 2010 umzusetzten, die Abrüstung und das Verbot von atomaren Waffen zu unterzeichen sowie die Atommächte aktiv und öffentlich dazu zu drängen dies auch zu tun. Frieden schafft man mit Worten und nicht mit Waffen und Gewalt.

Das Netzwerk Friedenskooperative hat eine Petition gegen Atomwaffen in Deutschland ins Leben gerufen. Diese läuft noch bis zum 15. September 2017 unter folgendem Link:

https://www.friedenskooperative.de/aktion/petition/abzug-statt-aufruestung-der-atomwaffen

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