Bahnwerk Eberswalde muss bleiben! Solidarität mit den Beschäftigten und ihren Familien!

Die Landesmitgliederversammlung der DKP in Brandenburg am 19. Oktober 2014 erklärt sich solidarisch mit den fast 500 Beschäftigten und ihren Familien aus dem Bahnwerk in Eberswalde.

Mit Empörung nahmen die Delegierten den Beschluss des DB Vorstandes zur Kenntnis, dass das Werk in Eberswalde zum Ende des Jahres 2016 geschlossen werden soll. Die Schließung hat für die gesamte Region gravierende Auswirkungen. Auch für junge Menschen wird eine Perspektive in dieser Region beendet, da die Deutsche Bahn AG in der Vergangenheit viele Ausbildungsplätze angeboten hat. Doch es gehen nicht nur die Arbeitsplätze des Bahnwerkes verloren. Es ist zu befürchten, dass viele Menschen diese Region verlassen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Damit wird die Schließung eines der größten Betriebe weitere Arbeitsplätze in Brandenburg vernichten.

Wir fordern von der Landesregierung ihren Einfluss auf den Eigentümer der DB AG, dem Bund, geltend zu machen und diesen aufzufordern die Schließung zu verhindern.

Der Beschluss des Vorstandes der DB AG vom Anfang Oktober zur Schließung des Werkes ist nicht ohne Vorbereitung getroffen worden. Schon seit längerem halten sich die Gerüchte, dass die Deutsche Bahn AG Werkschließungen nicht ausschließt. Die DKP in Brandenburg verlangt Aufklärung darüber, was der Landesregierung schon vor der Landtagswahl über diese Absichten bekannt gewesen ist.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, hat die Deutsche Bahn zunehmend Fahrzeuginstandhaltung in Werke nach Polen ausgelagert. Die DKP in Brandenburg fordert die Bundesregierung auf, der Auslagerungspolitik des Bahnvorstandes ein Ende zu setzen.

Die DKP stellt fest, dass die 1994 eingeleitet Bahnreform sich immer offensichtlicher als Fehler erwiesen hat und fordert daher die Deutsche Bahn wieder als öffentliches Unternehmen zu betreiben.

Die DKP wird sich in den Widerstand der Beschäftigten des Bahnwerkes einreihen und sich solidarisch an ihre Seite Stellen.

Helenenau, 19. Oktober 2014

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