Bauernland in Bonzenhand

(Prenzlau) – Der uckermärkische Bauernverband machte auf einen Verkaufsboom mit Ackerland und Grünlandflächen aufmerksam. Industrieunternehmen, Fondsgesellschaften und Jäger kaufen immer mehr Land auf, so dass sich die Preise je Hektar innerhalb von zwei Jahren um bis zu 80% erhöhten. Ein starker Anreiz für Bodenspekulationen sind die hiesigen Bodenpreise, die bisher nur ein Drittel der westdeutschen betragen. Auch verkauft die BVVG (bundeseigene Gesellschaft zur Bodenprivatisierung) zwanzig Jahre nach der Enteignung des DDR-Volkes noch immer. Für bisher gepachtete Flächen steigen die Preise derart, dass hiesige Bauern die Pacht nicht mehr zahlen, geschweige denn den Boden erwerben können. Nun schlägt auch in Brandenburg die Stunde der Bodenspekulanten und Großgrundbesitzer mit all ihren aus der Geschichte bekannten Folgen. Die BRD ist schließlich kein Arbeiter- und Bauernstaat.

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