Gedenkveranstaltung des Landesverbandes zum Tag der Befreiung vom Faschismus

Seelower Höhen - 8. Mai 2017

Heute erinnern wir an den Tag vor 72 Jahren , an dem der vom deutschen Faschismus angezettelte bisher furchtbarste Krieg der Menschheitsageschichte zu Ende ging. Wir gedenken und ehren heute die Völker der Sowjetunion, die im Kampf für die Befreiung ihrer Heimat und die Befreiung der Völker Europas den größten Blutzoll zahlten. Historiker sprechen von 27 Millionen Toten. Wir verneigen uns heute und versprechen alles zu tun, dass sich ein solcher Krieg niemals wiederholt.

Nie wieder Krieg!
Bertolt Brecht sagte in der Friedensrede 1952
„Rede für den Frieden
Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.  Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer.  Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig. Der Hamburger  ist noch umringt von Ruinen und doch zögerte er, die Hand  gegen einen neuen Krieg zu erheben.
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
„Der Regen von gestern macht uns nicht nass“, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.  Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon  hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.  Und doch wird nichts mich davon übezeugen. dass es aussichtslos ist,  der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht  einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns dieWarnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in  unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände  zerschlagen werden.“

Ernest Hemingway (US-amerikanischcr Schriftsteller):
„Jeder Mensch, der die Freiheit Iiebt, hat der Roten Armee mehr zu  verdanken, als er jemals in seinem Leben bezahlen könnte.“

Die Gedenkansprache hielt Genosse Werner Grünwald.

 

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