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Geschichte der Geheimdienste Ost und West

In Ost- wie Westdeutschland baute man nach dem Krieg eigene Nachrichtendienste auf. Sowjets auf der einen, Amerikaner auf der anderen Seite standen Pate. Aber wer waren die Männer der Gründergeneration? Woher kamen sie? Der Blick auf die Gründergeneration der Geheimdienste in West- und in Ostdeutschland offenbart deren Charakter. Die einen wie die anderen wechselten weder Fahne noch Gesinnung. Die einen hatten bis 1945 gegen »den Kommunismus« gearbeitet und machten weiter wie bisher. Die anderen kamen aus Lagern und Zuchthäusern oder aus dem Exil und sagten:
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Die einen waren Antikommunisten und dienten dem Hitlerregime. Die anderen waren Antifaschisten und darum objektiv ihre Gegner. Diese Gegenerschaft zieht sich durch die Jahrzehnte. Herausgeber Schramm und Eichner haben kompetente Autoren gewonnen, die umfassend Personal und Intentionen der Dienste beleuchten. Dabei stützen sich auch auf Dokumente, die bislang unbekannt waren. So etwa auf Papiere der CIA, die den BND-Vorläufer, die Organisation Gehlen, behandeln. Auf der anderen Seite wird erstmals ausführlich über die Gründer des MfS informiert und, das liegt in der Natur der Sache, manches Geheimnis gelüftet.
Die Herausgeber: Gotthold Schramm, Mitarbeiter des MfS von 1952 bis 1990, in den 60er Jahren in der Spionageabwehr tätig, danach verantwortlich für die Sicherheit der DDR Auslandsvertretungen.
Klaus Eichner, Mitarbeiter des MfS von 1957 bis 1990, zuletzt Chef-Analytiker der Abteilung Gegenspionage.
Angriff und Abwehr
Die deutschen Geheimdienste nach 1945
Hrsg. von Klaus Eichner und Gotthold Schramm
ca. 640 S., geb., 12,5 × 21 cm
ca. 29,90 Euro, 50,20 SFr
ISBN 978-3-360-01082-7



