“Krieg beginnt hier – Frieden erkämpfen” – Demonstration am 1. September

01. September um 17.30 Uhr in Cottbus, Stadthallenvorplatz

Der erste September ist der Weltfriedenstag. Auf den traditionellen Friedensdemonstrationen bringen Menschen ihren tiefen Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben aller Menschen zum Ausdruck. Wegen der traurigen Jahrestage in diesem September ist es besonders wichtig zu zeigen, dass man mit Krieg nicht einverstanden ist.

Der erste Weltkrieg ging vor 100 Jahren von Deutschland aus, der deutsche Überfall auf Polen läutete vor 75 Jahren das unbeschreibliche Elend des zweiten Weltkrieges ein und vor gerade einmal 15 Jahren flog die deutsche Luftwaffe wieder Angriffe in Jugoslawien. Leider kann sich auch die grausigste Geschichte wiederholen. Nun spricht der deutsche Bundespräsident wieder von mehr Verantwortung und fordert offen mehr deutsche Kriegseinsätze. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um klarzustellen, dass es keine weiteren Kriege von deutschem Boden aus geben darf.

Von Waffenexporten und Kriegstreibern

Weltweit gibt es zahlreiche Kriege, Kriegstote, Zerstörung und Menschen, die vor der Kriegsgefahr flüchten müssen. Dabei sind auch das deutsche Militär und deutsche Rüstungsunternehmen an diesen Kriegen beteiligt. Krieg beginnt auch hier. Die Bundeswehrsoldaten, im Auslandseinsatz sind Soldaten im Krieg und nicht Kämpfer für den Frieden. Sie erhalten in Deutschland ihre Ausbildung und sie töten nach deutschen Befehlen. Aber auch die Waffen der Armeen und Milizien in den Kriegen unserer Zeit stammen viel zu oft auch aus der BRD. Deutsche Unternehmen wie Heckler & Koch, Diehl oder Rheinmetall machen ihre Umsätze ganz oder zu einem großen Teil mit dem Verkauf von Waffen und Kriegsgerät, dass direkt zum Töten von Menschen eingesetzt wird. Der Frieden in anderen Ländern geht also auch uns hier etwas an. Die Forderung nach mehr deutscher Souveränität gegenüber der EU oder den USA, die heute öfter laut wird, ist in diesem Zusammenhang ebenfalls gefährlich. Denn weniger Kooperation mit anderen Staaten und mehr Nationalismus bringen uns mehr Konflikte und Aggression anstelle von Frieden.

Unser Frieden heißt Solidarität

Deshalb fordern wir die vollständige Einstellung aller Rüstungsexporte und das Ende aller Auslandseinsätze des deutschen Militärs. Wir solidarisieren uns mit allen Flüchtlingen, die heute an den Europäischen Grenzen abgedrängt werden oder denen man mit Abschiebung droht. Das Gegenteil von Krieg ist Solidarität.

Damit die Friedensbewegung wirklich etwas erreichen kann, muss sie da Einfluss erhalten, wo es den Profiteuren von Krieg weh tut: Im Betrieb und in der Kaserne! Das geht nur mit klaren Zielen und in Verbindung mit den sozialen Bewegungen.

Dafür wollen wir am 01. September um 17:30Uhr in Cottbus (Stadthallenvorplatz) demonstrieren und zeigen, dass Frieden auch in Cottbus wichtig ist. Denn Krieg beginnt hier! Frieden erkämpfen!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*