Kriegsvorbereitung: „Leichendarsteller gesucht“

http://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/stellenangebote/index.php/de/detail/10000-1152039603-S

Schon mal probeliegen? Zerfetzt natürlich, blutüberströmt – als Überbleibsel einer Hochzeitsgesellschaft etwa?, mit ‚verinnerlichter‘ Uranmunition?, als Guantanamo-Häftling? Aber Sie müssen schon wenigstens russisch radebrechen, Sie stellen ja schließlich den Feind da, der die westliche Welt seit Jahrzehnten jeden Tag aufs Neue überfällt.

Man mag die Ungeheuerlichkeit kaum glauben: Da werden doch tatsächlich und öffentlich Statisten für NATO-Kriegstrainings gesucht, die russisch, polnisch oder tschechisch sprechende Bevölkerung „spielen“ sollen. Das kann naturgemäß nur in Ländern „spielen“, in denen typischerweise diese Sprachen gesprochen werden. Also US-Truppen in Russland. Geübt wird auf dem Truppenübungsgelände Hohenfels (zwischen Nürnberg und Regensburg).

So viel Kaltschnäuzigkeit können nur völlig entmenschte Wesen haben – Auftraggeber NATO/US-Armee, ausführende HR-Gesellschaft (HR= Humane [menschliche] Ressourcen, wie passend!) und auch die Website, die das veröffentlicht – „das offizielle Hauptstattportal“ der Stadt Berlin.

Wer regiert doch gleich in Berlin? Rot-Rot-Grün! Im Koalitionsvertrag dieser Regierung heißt es: „Die rot-rot-grüne Koalition aus SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/Die Grünen stellt die Menschen in den Vordergrund ihrer Politik … Die wachsende Stadt stellt neue soziale Fragen. Wir stehen für soziale Gerechtigkeit. Wir wollen das Wachstum Berlins politisch gestalten, ihm eine neue Richtung geben. Dabei sind uns die Vielfalt und der Respekt vor allen Menschen wichtig …“

So sieht Rot-Rot-Grüne Politik in der Praxis aus.

Menschen, leistet Widerstand! Organisiert Euch dagegen! Schließt Euch zusammen!

Im September sind Bundestagswahlen. Schluß jetzt mit diesem Kriegsgetrommle!  Raus aus der NATO! Frieden mit Russland und der Welt!

Wählt Kommunisten!

Die einzige Partei, die konsequent für Frieden eintritt, ist die DKP.

P.S.: Leute, die sich für solche Rollen- und Kriegsspiele hergeben, nennen wir Lumpenproletarier.

 

3 Kommentare zu Kriegsvorbereitung: „Leichendarsteller gesucht“

  1. altes Fachbuch // 7. April 2017 um 18:00 // Antworten

    Die Übungen mit Komparsen scheinen ja Routine zu haben. In 2017 werden ca. 3000 Leute gesucht, was bei durchschnittlicher Gage über 3 Millionen Euro Lohngelder machen. Bezahlen kann das nur ein Rüstungsbetrieb, der am Betrieb dieses Übungsgeländes viel Geld verdient!! Wer googelt, wird auch fündig:)
    Jetzt denken wir uns mal das ganze Ausschreibungs“un“wesen und die dt. Bürokratie dazu, und können konstatieren, dass dies durchweg keine anormale Situation ist, sondern Kriegswirtschaft tief im Staat verwurzelt ist!! Bemerkenswert ist dabei, dass alle Beteiligten den höchsten Organisationsgrad bei den Gewerkschaften haben! Widerstand?? Wohlstand geht vor Friedenserhaltung!
    Die neue Dimension ergibt sich tatsächlich aus den erwarteten Fremdsprachenkenntnissen (Russisch, Polnisch, Tschechisch), was auf künftige Einsatzgebiete und Kriegsziele schließen lässt!!
    UND DAS IST BEÄNGSTIGEND UND GEBIETET WACHSAMKEIT UND WIDERSTAND!!
    Daher unterstütze ich die Wahlempfehlung!!

    Ein „Seitenhieb“ dem Autoren;)
    Mitnichten hat der Berliner Senat das Stellenangebot veröffentlicht! Es war über eine Webseitenerweiterung, basierend auf der Jobbörse der AfA, in Haftung einer BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG lediglich aufrufbar, und liegt außerhalb der redaktionellen Verantwortung des Senats!! Ich verweise auf das Impressum.

  2. Friede den Hütten, Krieg den Palästen! // 7. April 2017 um 18:23 // Antworten

    Der Feind ist nicht das Lumpenproletariat oder die PdL, das sind vielleicht unwissende, notgetriebene oder inkonsequent agierende aber dennoch potenzielle KLASSENkameraden!
    Der Feind ist das Kapital, und das ist reichlich präsent in Ottobrunn, dem Ort der Kriegsvorbereitung https://de.wikipedia.org/wiki/Ottobrunn mit Tradition! Schon Bölkow hat dort Kriegsflugzeuge montiert, warum soll das EADS nicht auch. Die Stadt ist eine der reichsten in Germany, und mitverdienen werden auch die Beschäftigten in der Rüstungswirtschaft!
    Der Feind ist also auch die Gleichgültigkeit dieser „Mitte“, die systemerhaltend agieren!! Selbstzerfleischung in der linken Ecke kann die nur bestätigen!

    • Manfred Ebel // 7. April 2017 um 20:57 // Antworten

      Das Lumpenproletariat wurde auch nicht als Feind eingeordnet, sondern als Lumpen. 😉
      Und richtig: Die DKP kennt und nennt den Feind. Der heißt Bourgeoisie. Trittbrettfahrer und Steigbügelhalter sind nicht minder gefährlich. Verräter eben!
      Gleichgültigkeit hat auch Ursachen.
      Danke, Freund!

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