Ludwigsfelde

15. 1. 2018

Parteiweit wird der Kampf der Angestellten im Gesundheitsbereich unterstützt. Personalstände, Qualifikationen, Arbeitszeiten, Arbeitsinhalte auch im Gesundheitsbereich – alles ist dem gnadenlosen kapitalistischen Zwang der Gewinnerwirtschaftung, also vor allem auch der gnadenlosen Ausbeutung der arbeitenden Menschen unterworfen. Damit wird die vermeintliche soziale Daseinsvorsorge, eine Aufgabe des Staates für das Gemeinwohl zu sorgen, als im Kapitalismus nicht zu verwirklichen offenbar.

Unsere Partei klärt auf und unterstützt die Werktätigen in ihrem Teil des Klassenkampfes. Dazu haben Genossen unserer GO in einer Aktion Informationsflyer und eine Ausgabe der Zeitung UZ verteilt. Viele Menschen, denen wir dabei begegneten, zeigten Sympathie und Aufgeschlossenheit. Wer daran und an den anderen Aktionen der DKP Interesse hat, melde sich bei uns.

Übrigens haben wir das auch nach der Arbeitszeit getan.

13./14. 1. 2018

Unsere GO hatte sich aktiv an der LLL-Konferenz beteiligt. Es waren viele helfende Hände nötig!

Am Sonntag waren wir mit bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Dazu ist hier etwas ausführlicher geschrieben.

 

8.1.2018- Mitgliederversammlung der GO

Als Thema der Grundlagenschulung stehen „Proletariat“ und „Arbeiterklasse“ auf dem Plan.

Umgangssprachlich und damit etwas verkürzt oder vereinfachend werden diese beiden Begriffe meist synonym verwendet. Umgangssprache reicht meist aus, führt jedoch allzuoft zu unzulässigen Selbstverständlichkeiten, wenn es eben auf Genauigkeit ankommt. Konkret sind „Proletariat“ und „Arbeiterklasse“ nicht dasselbe. Auch Marx und Engels sagen zu beiden, zu „Proletariat“ und „Arbeiterklasse“, „Klasse der …“ Das führt zusätzlich zur unreflektierten Gleichsetzung. Marx und Engels verwenden den allgemein wissenschaftlichen Kategorisierungsbegriff „Klasse“ (siehe unsere MV vom 12.12. 17), also eine Gruppe von konkreten Erscheinungen mit gleichen, benannten Wesensmerkmalen. Überlegt man jedoch zu „Proletariat“ und „Arbeiterklasse“, gibt es Unterschiede. Es sind zwei Kategorisierungen unterscheidbarer Wesensmerkmale, wobei „Arbeiterklasse“ eine Teilmenge von „Proletariat“ ist. Die gemeinsamen Wesensmerkmale von Proletariat sind:

  • Nichteigentümer von Produktionsmitteln
  • bieten ihre eigene Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt an, und zwar untereinander konkurrierend
  • Der Proletarier hat also nichts außer seiner Ware Arbeitskraft.

Engels antwortet auf die Frage „Was ist das Proletariat?“: „Das Proletariat ist diejenige Klasse der Gesellschaft, welche ihren Lebensunterhalt einzig und allein aus dem Verkauf ihrer Arbeit und nicht aus dem Profit irgendeines Kapitals zieht, deren Wohl und Wehe, deren Leben und Tod, deren ganze Existenz von der Nachfrage nach Arbeit, also von dem Wechsel der guten und schlechten Geschäftszeiten, von den Schwankungen einer zügellosen Konkurrenz abhängt.“ (Friedrich Engels, Grundsätze des Kommunismus, MEW 4, 361 ff) Bereits im Kommunistischen Manifest findet sich im Kapitel I, „Bourgeois und Proletarier“, die Fußnote: „… Unter Proletariat die Klasse der modernen Lohnarbeiter, die, da sie keine eigenen Produktionsmittel besitzen, darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um leben zu können.“

Was aber ist dann „Arbeiterklasse“?
Als „Arbeiterklassen“ benennt  Engels im Zusammenhang mehrere. Bei Frage 6 : “ Welche Arbeiterklassen gab es vor der industriellen Revolution?“ benennt Engels Sklaven, Leibeigene, Handwerksgesellen und in Frage 10 nennt er den Manufakturarbeiter. In den Fragen 7 bis 10 stellt er sogar die Unterschiede zwischen den Klassen Proletariat und den anderen hier zitierten Klassen heraus. Beispielsweise: „Der Sklave ist ein für allemal verkauft; der Proletarier muß sich täglich und stündlich selbst verkaufen. Der einzelne Sklave, Eigentum eines Herrn, …“ oder “ Der Leibeigene hat den Besitz und die Benutzung eines Produktionsinstrumentes, eines Stückes Boden, gegen Abgabe eines Teils des Ertrages oder gegen Leistung von Arbeit. Der Proletarier arbeitet mit Produktionsinstrumenten eines andern für Rechnung dieses andern, gegen Empfang eines Teils des Ertrages. Der Leibeigene gibt ab, dem Proletarier wird abgegeben. Der Leibeigene hat eine gesicherte Existenz, der Proletarier hat sie nicht. Der Leibeigene steht außerhalb der Konkurrenz, der Proletarier steht in ihr. …“.

Entscheidend ist am Ende sogar nicht die Frage, welcher Klasse ein Mensch angehört und erst recht nicht, welcher er sich zugehörig wünscht, sondern die wesentlichen Merkmale, die er mit anderen Menschen gemeinsam hat.

Das gerade ist die verzwickte Situation heute, dass viele Arbeiter, Proletarier sich zu einem undefinierten Möchtegern-Mittelstand zählen, obwohl sie schlicht malochen. Viele möchten auch gern einen Unterschied zwischen sich und den anderen sehen, etwas Besseres sein. Es wird ihnen ja auch immer wieder durch die Ausbeuter eingeflüstert.

Eine ganz konkrete Frage macht die Dramatik deutlich: Was unterscheidet den Arbeitenden vom „Hartz-IV-Empfänger?“ –

Nichts! Außer dass der Arbeitende in der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt eine der knappen Arbeitsplätze erhalten hat und der andere nicht. Von den Anderen gibt es in Deutschland, unbeachtet der bourgeoisen Lügen, 7 Millionen.

Die in „Lohn und Brot Stehenden“ sollten sich immer bewusst sein, dass sie untereinander das Los teilen und dass sie morgen schon das Los der diffamierend „Abgehängte“, „Prekäre“, „Prolls“ Genannten teilen können. Schon morgen können sie auf die Solidarität derer angewiesen sein, zu denen sie heute noch den Unterschied wahren wollen. Sie sollten sich auch ganz im Klaren darüber sein, dass Gewerkschaften und Betriebsräte zwar ihre unmittelbaren Interessen vertreten, aber auch von diesem doch sehr unbeständigen Unterschied leben. (Zu oft auch ganz gut.) „Teile und herrsche“ ist das Credo der Ausbeuter, die diese kleinen, unwesentlichen, zerbrechlichen Unterschiede bestens zur Bestechung zu nutzen wissen. Nur darüber halten sie sich an der Macht.


 

12.12.2017- gestern Versammlung der GO’n Ludwigsfelde und Teltow-Fläming
Wie wir es uns vorgenommen hatten, traf sich unsere Grundorganisation gestern. Seit einem halben Jahr besteht unsere noch kleine Grundorganisation. Wir resümierten unsere Vorhaben und Ergebnisse. Dann wählten wir turnusgemäß unseren Vorstand und unsere Delegierten.

Wir vereinbarten einen Arbeitsplan für das kommende Jahr und behandelten eine weltanschaulich-theoretische Grundlage. Wir besprachen, was gesellschaftstheoretisch Klassen und Schichten sind.
Dann trafen ebenfalls verabredungsgemäß unsere Genossen der GO Teltow-Fläming ein. Insgesamt konnten zwei Genossen nicht kommen. Dafür waren aber drei Sympathisanten in unserer Versammlung.
Wir hatten uns vorgenommen, gemeinsam den Film „Der junge Karl Marx“ anzuschauen. Abgesehen davon, dass der Film allen gefiel, kamen wir anschließend sofort in eine lebhafte Diskussion. Einerseits drängten sich Parallelen in der Parteientwicklung, Auseinandersetzung mit Revisionismus und mit Sozialromantikern auf. Andererseits war der Film ein guter Anlass, über die Verwendung des von den Arbeitern hergestellten Mehrwertes zu reden. Letztlich der fließt der Gewinn, der nach Erhalt und Erweiterung der Produktion übrig bleibt, den Geldsäcken oder dem Gemeinwohl zu. Wirkliches Gemeinwohl haben wir in der DDR in subventionierten Lebensmitteln, Fahrkarten, Kinderkleidung, Ferienlagern, Schulmitteln, Gesundheitswesen und tausend Dingen mehr erfahren. Jetzt, wissen wir,  haben eine Handvoll Geldsäcke genau so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Gesellschaft. International ist das Verhältnis noch ungünstiger für die Lohnabhängigen. Eine Frage brachte zum Vorschein, dass alles, was jetzt kommunal oder „staatlich“ für die Massen gemacht wird, ja auch nur aus von Arbeitenden und Rentnern abgepressten Steuern finanziert wird und nicht etwa von den Geldsäcken.
Reichtum erarbeiten nur Werktätige. Es lohnt, die Eigentumsfrage zu stellen!


 

Wir treffen uns am Montag , 11.12.17
Bei dieser Versammlung der Grundorganisation legen wir Rechenschaft über unser erstes halbes Jahr des Bestehens ab, wählen neu und sehen gemeinsam mit der GO Teltow-Fläming den Film „Der junge Karl Marx“ an.
Interessenten können gern anrufen.

 


 

8.12.2017
Die Grundorganisation Ludwigsfelde ist seit 8.12.2017 mit diesen Seiten online. Interessenten aus dem ungefähren Bereich Teltow – Zossen – Luckenwalde – Beelitz bitte anrufen oder E-Mail schicken. Macht mit!