Wahlkreis 62 Manfred Ebel

Wahlkreis 62 (Dahme-Spreewald - Teltow-Fläming III - Oberspreewald-Lausitz I)

Ich bin Manfred Ebel, 63 Jahre alt, verheiratet und wohne im Landkreis Teltow-Fläming. Unsere Kinder sind erwachsen. Ich habe mehrere gesellschaftswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Hochschulabschlüsse. Beruflich arbeitete ich als Berufsoffizier der NVA, als Dozent und Projektmanager.
Ich lese Zeitung und in vielen Foren. Ich schaue um mich. Alles, was ich da lese, sehe, höre, ob von Krieg und Kriegsvorbereitung, von Flüchtlingen, Obdachlosen, Armen, Bildungsunwesen, Steuern, TTIP- und anderen Handelsabkommen, Pegida und Alternativen Versprechen, von zu schleifenden Krankenhäusern, Hartz-Drangsal, Mindest-, Niedrig-, prekären Löhnen, … Es berührt mich, wenn ich von den gepeinigten Griechen lese, wenn ich von zerbombten Menschen in Nahost oder wo immer auf der Welt lese. Das könnten meine Verwandten, das könnte ich sein. Die absolut meisten davon wollen auch nur wie ich in Frieden leben.
Nein, ein Auto, Smartphone oder zehn Joghurtsorten machen mich nicht glücklich. Wieviele verschiedene Joghurtsorten es gibt und ob die wieder einen Cent billiger sind, ist vollkommen unwichtig. Der Sinn des Lebens besteht nicht im Konsum.
Egal! Man kann aufzählen, was immer man will – alles, aber auch alles ist deformiert durch den Kapitalismus. Es kracht in allen Fugen. Wer offenen Auges sieht, sieht den Kapitalismus um sein Überleben ringen und dabei alles und jeden niedertrampeln.
Kann ich die Welt verändern?
Ich möchte und trete aktiv dafür ein, Frieden zu bewahren, staatliche Repression zu bekämpfen, Sozialabbau zu stoppen, Gerechtigkeit zu erkämpfen. Für mich, meine Familie und für meine Mitmenschen, selbst für die kleinen Unternehmer.
Ja, ich will den Sozialismus. Den erreichen wir nicht mit Wahlen. Aber jetzt muss Druck von Links erfolgen, um kapitalistische Auswüchse zurückzudrängen.
Ich selbst habe den Sozialismus und die Zeit danach erlebt. Das, was jetzt ist, stürzt uns alle ins Unglück, ist einfach nur mies.
Wer jetzt weiter abwartet, macht sich schuldig!
Wir können, müssen die Welt verändern! Ich halte es mit Rosa Luxemburg: „Sozialismus oder Barbarei!“ und ich weiß, dass es dazu keine weitere Alternative gibt.
(Unten in der Kommentarfunktion beantworte ich Fragen. Macht Gebrauch davon!)

Post: m.ebel@dkpbrandenburg.de

 

Wahlkreis 62 (Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III – Oberspreewald-Lausitz I)

Zum Wahlkreis 62 gehören der gesamte Landkreis Dahme-Spreewald
von Oberspreewald-Lausitz I
die amtsfreie Gemeinde Lübbenau/Spreewald
von Teltow-Fläming III
die amtsfreien Gemeinden: Mellensee, Baruth/Mark, Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Luckenwalde, Niederer Fläming, Nuthe-Urstromtal, Rangsdorf, Trebbin, Zossen
das Amt
Dahme/Mark (Dahme/Mark, Dahmetal, Ihlow)

33 Kommentare zu Wahlkreis 62 Manfred Ebel

  1. Ingo Henschke // 22. Januar 2017 um 09:41 // Antworten

    sehr authentisch geschrieben, da können und sollten sich viele Wähler wiederfinden! Viel Erfolg der Kandidatur!!

    M.E.: danke, Ingo Henschke

  2. Euch gibt es noch?

    • Ja, die DKP ist die Erbin der KPD. Die KPD wurde 1956 in der BRD verboten. Dann gründeten aufrechte Kommunisten 1968 die DKP, die Deutsche Kommunistische Partei. Die DKP war, solange die SED existierte, deren Schwesterpartei. Uns gibt es bundesweit.

  3. Empfehlung: „Verkauft“ gleiche Ideen mit anderen Begriffen! Ihr wollt ja das Richtige, aber es klingt so angestaubt.

    • Marx und Engels hatten erstmalig die Weltanschauung zu einer in sich schlüssigen Wissenschaft erhoben, indem sie das, was bürgerliche Ökonomen und Philosophen vorher entwickelten, in einen streng logischen Zusammenhang brachten. Sie erkannten, dass der Träger dieser Wissenschaft die Arbeiterklasse und die Werktätigen sind. Wissenschaften haben eine feste Begriffswelt und sind frei von Beliebigkeit. So werden die Aussagen von Wissenschaften, also auch diese, zuverlässig und klar. Die Erkenntnisse können nicht nach Belieben hin und her gebogen werden. Kommunisten verbreiten diese wissenschaftliche Weltanschauung und unterscheiden sich auch damit von allen anderen Parteien.

  4. Wollt Ihr, dass wir wieder alle gleich sind?

  5. Wollt Ihr das wie früher?, den Sozialismus?

    • Ja, Freund, das wollen wir. Wir wollen den neuen Anlauf und es diesmal besser machen. Doch darum geht es in dieser Wahl nicht. Jetzt geht es darum, Druck von Links zu machen, schlimmste Auswüchse des Kapitalismus auszubremsen und vor allem imperialistische Machenschaften anzuprangern. Das sind Lohndumping, Armut, Bildungsnotstand, Mietwucher und immer wieder geht es vor allem um Friedenssicherung.

  6. Wer Regierungsverantwortung hat, Minister wird, kann den Verlockungen des vielen Geldes nicht widerstehen. Das war schon immer so.

    • Ja, das sehen wir Kommunisten ganz genau so und wir müssen leider in der Gegenwart feststellen, dass sich viele Politiker, die sich ‚links‘ nennen, bestechen oder vereinnahmen lassen. Da das schon immer so war, lehnen Kommunisten ‚Regierungsverantwortung‘, also z.B. Ministerposten ab. Kommunisten nutzen die Parlamente, um den Kapitalismus, den Militarismus, die Volksverhetzung, die Raffgier und den Betrug an den Menschen bloßzustellen.

  7. Manfred, was machst du denn, wenn du diese fetten Abgeordnetendiäten bekommst? Wie willst du dich denn vor Korrumpierung schützen?

    • Ich muss vorwegschicken, dass wir nicht damit rechnen, so viele Stimmen zu erhalten, dass die DKP Abgeordnete stellt. Wir nutzen diese Gespräche jetzt, um über uns und unser Programm aufzuklären. Dennoch muss man sich deiner Frage schon stellen. Ich habe für mich entschieden, nur den ‚Regelsatz Hartz IV‘ und nötige Aufwendungen zu behalten. Alles Andere führe ich an meine Partei ab. Das entscheidet dann die Partei, was geschieht. Ich bin sicher, dass auch andere Genossen sich so entscheiden.

  8. Da verschlechterst du dich doch?!

  9. Kannst du in wenigen Kernpunkten benennen, was ihr, was du im Progamm hast? Wofür trittst du ein?


    • Friedenssicherung, 2. Arbeitsplätze, 3. Gerechtigkeit, 4. Kampf dem Mietwucher

      Natürlich gäbe es mehr zu sagen. Aber kurz: Kampf für gerechte Löhne, für
      Alterssicherung, Sicherheit und Bildung der Kinder, Kampf der elenden Kommerzialisierung des Gesundheitswesens, Einhaltung der wenigen demokratischen Rechte, Stopp dem Rüstungswahn und den Rüstungsexporten, friedliche Beziehungen zu allen Ländern und Völkern, Abzug der Bundeswehr aus anderen Staaten, Beendigung des NATO-Paktes oder mindestens Austritt der BRD aus der NATO.

  10. Die alte Frage: „Wer soll das bezahlen?“

    • Jeder arbeitende Mensch in der Industrie arbeitet eine Stunde für sich und die übrige Zeit für den so genannten ‚Arbeitgeber‘. Und da fragst du noch? Enteignet die 8 reichsten Leute dieser Welt und das alles ist schon kein Problem mehr. Aber machbar wäre schon, den Spitzensteuersatz statt zu senken nur um wenige Prozent zu heben. Damit allein könnten alle Forderungen, alles Nötige bezahlt werden. Und wie gesagt, Hochrüstung braucht außer den Kapitalisten keiner.

  11. eine Behördenangestellte // 26. Januar 2017 um 10:03 // Antworten

    Du erwähntest die Flüchtlinge. Welche Meinung hast Du dazu?

    • Ich ahne, was du meinst. Wenn es die kriminellen Auswüchse sind, stell die mal in ein wirklich reales Verhältnis zur Kriminalität in Deutschland. Stell das ins Verhältnis zu den Verbrechen, die die Bundesrepublik und ihre Kumpane an anderen Völkern verüben. Diese Verbrechen ahndet kein Gericht!

      Und ganz klar ist, dass die Flüchtlinge kommen, nicht weil sie reiselustig sind, sondern weil durch extremste Kolonialisierung, Ausbeutung und Krieg denen deren Lebensgrundlagen entzogen werden. Wer Herz und Gehirn hat, muss dagegen vorgehen! Fluchtursachen beseitigen bedeutet also sofort alle aggressiven Akte einzustellen – militärische, wirtschaftliche und politische. Der Kapitalismus hat weltweit so viel Schaden angerichtet und ist weiter dabei, dass echte Entwicklungshilfe und Wiederaufbau das Mindeste wäre.

      Bei Beachtung und Achtung aller kulturellen Unterschiede sei auch gesagt, dass wir mit werktätigen Menschen weltweit mehr gemeinsam haben als mit dem deutschen ‚Einen Prozent‘.

  12. Du sagst, die DKP ist die einzige Partei, die konsequent gegen den Krieg ist und Bundeswehreinsätze ablehnt. Ist denn das das Wichtigste?

    • Die Kriegsgefahr ist extrem hoch. Die NATO-Kräfte entlang der russischen Grenze haben Kriegsstärke erreicht. Das kann keinen ruhig lassen. Kommunisten sagen – und wer die Geschichte auch nur halbwegs kennt – dass Kapitalismus immer wieder Kriege führt. Deutschland auch wieder seit ’99. Das Wichtigste und gleichzeitig die existenzielle Voraussetzung für alles andere ist Frieden. Also ja! Der Frieden ist das Wichtigste und dafür verbünden wir uns mit jedem.

  13. L. P., Erkner // 9. Februar 2017 um 10:19 // Antworten

    Ich habe Euren Roten Brandenburger und das Wahlprogramm auf der Webseite gelesen. Mich hat überrascht, dass Ihr Euch allen tatsächlichen und brennenden sozialen Fragen zuwendet. Ich wusste fast nichts von Euch.

  14. F.S., Cottbus // 18. April 2017 um 14:01 // Antworten

    Ich bin parteilos und wollte es eigentlich auch bleiben. Aber ich will etwas tun, nicht mehr abseits stehen. Bei der Unterschriftssammlung habe ich unterschieben.

    • Manfred Ebel // 19. April 2017 um 14:20 // Antworten

      Wenn wir uns unterhalten haben, erinnere ich mich an Dich. Obwohl! Es waren einige der Demonstrierenden, die soetwas sagten.
      Nimm Kontakt zu unseren Genossen in Cottbus auf. Dort kannst Du uns in konkreten Aktionen und Versammlungen kennenlernen und Dich entscheiden.
      Auf jeden Fall „reih‘ Dich ein in die Arbeitereinheitsfront, weil Du auch ein Arbeiter bist“, wie es im alten Einheitsfront-Lied heißt.
      Je ernsthafter und konsequenter Du bist, desto eher wirst Du Dich unserer DKP anschließen. Da bin ich sicher.

  15. Wir beide haben uns beim Ostermarsch unterhalten. Dort hörte und sah ich auch die Losung „Schwerter zu Pflugscharen“. Ich glaube, man kann die Kriegsgefahr weder mit ‚Wattebällchen‘ eindämmen, noch auf auf bewaffnete Aufstände verzichten. Ihr wart trotzdem sehr präsent auf der Demo?!

    • Manfred Ebel // 19. April 2017 um 14:31 // Antworten

      Es stimmt, diese Losung ist pazifistisch. Es gibt auch gerechte Kriege und Waffeneinsatz – die der Befreiung dienen. Heute aber müssen wir zu allererst den Frieden sichern. Denn ein nukleares Inferno, zu dem jeder „begrenzte Krieg“ ausarten kann, wäre unser aller Ende. Deswegen verbünden wir uns mit jedem, der für den Frieden aufsteht. Wenn mehr und mehr das machen, sind die Bekundungen auch keine „Wattebällchen“ mehr. Wir Friedensfreunde müssen gegenseitig unsere Kraft und unseren Willen spüren.
      Dazu nutzen wir Kommunisten eben jetzt Demonstrationen gegen kapitalistische Machenschaften aller Art und auch parlamentarische Möglichkeiten.

  16. Tom Fleischer // 15. August 2017 um 15:25 // Antworten

    Hallo Manfred, warum verstecken sich Deiner Meinung nach so viele kluge, kreative und engagierte Menschen in Parteien,die kaum jemand wählt? Warum wird diese vorhandene Energie und Expertise nicht genutzt, um die Altparteien inhaltlich weiterzuentwickeln?

    • Bertolt Brecht // 18. August 2017 um 11:00 // Antworten

      M.E.: Hallo Tom, da sind mehrere Ansätze. Ich darf Dich daran erinnern, wer die ältesten Parteien sind? SPD und KPD trennten sich voneinander, als Teile der organisierten Arbeiterbewegung sich vom Kapitalismus korrumpieren ließen. 1918/19. Kommunisten und Sozen sind also die ältesten Parteien (im vulgären Verständnis des Begriffs ‚Partei‘).
      Dann ist es das Parteienverständnis. Im Kommunistischen Manifest sind allerdings schon die Weichen gestellt: „Die Kommunisten sind keine besondere Partei gegenüber den ander(e)n Arbeiterparteien.“ Kommunisten wollen also keine Interessen im Kapitalismus durchsetzen, geschweige den Kapitalismus verbessern oder entwickeln.
      „Mit einem Wort, die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände.
      In allen diesen Bewegungen heben sie die Eigentumsfrage … als die Grundfrage der Bewegung hervor.

      Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung.“ (Marx, Engels, Kommunistisches Manifest)
      Von Verstecken kann also keine Rede sein. Letztlich geht es auch nicht darum, gewählt zu werden, sondern um die Möglichkeiten zur Aufklärung und Verbreitung der wissenschaftlichen Weltanschauung zu nutzen.

  17. Sonja Ninnemann // 13. September 2017 um 17:08 // Antworten

    Sozialismus an sich finde ich gut, aber ob die Menschen soweit sind?!
    Das was wir in der DDR hatten will ich aber nicht. Da stand zwar Sozialismus drauf, war aber keiner drin. Freiwilliger Zwang. Es hätte anders laufen können, auch was die Wirtschaft betrifft.
    Trotzdem würde ich mich dafür einsetzen. Da bin ich zumindest mit dem Bewusstsein aufgewachsen, als Frau gleichwertig zu sein. Hier komme ich mir diskriminiert vor.
    Bildung wäre auch wichtig. Bessere und menschlichere Arbeitsbedingungen, Kindergartenzeiten, gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Weniger Verbrechen.
    Volksverdummung durch die Medien und den Konsumterror, darauf kann ich auch verzichten.
    Bisher war Politik mir nicht so wichtig, aber langsam reicht’s. Also will ich mich informieren.
    Dass Politiker nur Marionetten der Wirtschaft sind, ist mir schon klar. Da wo das Geld sitzt, da ist die Macht.

  18. „Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft die sozialistische Weltrepublik“
    Ihr habt keine Chance gegen die „Imperialistensöldner“ aber macht Druck so viel wie möglich und macht mobil.

    • Bertolt Brecht // 20. September 2017 um 11:31 // Antworten

      Danke D.,
      es geht nicht um uns. Nicht wir haben die Chance oder suchen die. Wir sind Teil der Massen. Es geht um die Massen und inzwischen auch um die Menschheit. Die Kommunisten tragen die wissenschaftliche Weltanschauung in die Massen, sodass die wissen, wie und wofür gekämpft werden muss. Dass der Kapitalismus untergeht, ist objektiv, gesetzmäßig. Das machen die Kapitalisten aber nicht freiwillig und sie müssen sich mit allen Mitteln gegen ihren Untergang wehren. Darin liegt die aktuelle Gefahr für die gesamte Menschheit.
      Es geht darum, „die Klasse an sich zur Klasse für sich“ zu entwickeln. Letztendlich geht es darum, sich zu organisieren und zu wissen, wohin man will. Also reih Dich ein! Tu was!
      Wir stimmen überein. Außer Kommunisten in der DKP gibt es keine gesellschaftlich organisierte Kraft, die ernsthaft dem Kapitalismus zusetzt. Deshalb die ‚heilige Hetzjagd‘ aller auf die Kommunisten.

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