Diedersdorfer stellt sich zur Wahl Werner Grünwald (62) sammelt Unterschriften für die DKP

MOZ portraitiert unseren Direktkandidaten Werner Grünwald

Die Märkische Oderzeitung vom 8./9. April 2017 stellt unseren Direktkandidaten Werner Grünwald in einem ausführlichen Artikel vor.

Seelow (ulg) Werner Grünwald will als Direktkandidat der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Wahlkreis 59 (Märkisch-Oderland-Barnim li) als Direktkandidat antreten. Die DKP ist eine 1968 in der Bundesrepublik gegründete deutsche kommunistische Kleinpartei Sie hat ihr Wahlprogramm unter das Motto „Frieden, Arbeit, Solidarität“ gestellt. Um im Land überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, benötigt die Partei landesweit 2000 Unterstützungsunterschriften.

Werner Grünwald muss als Direktkandidat 200 Unterschriften sammeln. Der 62jährige Diedersdorfer hat sich vor zweieinhalb Jahren der DKP angeschlossen, weil er davon überzeugt ist, „dass man den Kapitalismus nicht durch Reformen oder ‚anderes Flickwerk'“ besser machen kann. Werner Grünwald hat im Eko Eisenhüttenstadt zunächst den Beruf des Elektromonteurs gelernt und sich dann für den NVA-Dienst verpflichtet. Er war Offizier in der Diedersdorfer Kaserne.

Seit der Wende arbeitet er beim Rettungsdienst und ist jetzt dort als Rettungsassistent beschäftigt. Von 2008 bis 2013 war Grünwald dort Betriebsrat sowie im Vorstand einer Gewerkschaft. Bekannt wurde er in der Region vor allem durch sein Hobby als Rettungshundeführer. Allerdings ist sein Fox-Terrier Gypsy kürzlich verstorben. Seither hat Grünwald diese Aktivitäten in der Staffel eingestellt. Wemer Grünwald ist verheiratet, hat sieben Kinder, davon drei eigene, sowie bereits fünf Enkel.

„Die letzten 27 Jahre haben gezeigt, dass viele Hoffnungen der Bürger enttäuscht wurden“, erklärt Grünwald in seiner Begründung für die Kandidatur. „Jetzt haben wir ein Deutschland, in dem die soziale Spaltung immer größer wird, die Armut wächst, die Reichen immer reicher werden und wieder zum Krieg getrommelt wird“, beschreibt er die aktuelle Situation und befürchtet, dass die Kinder und Enkel das Kanonenfilter für koloniale Interessen und einen neuen Krieg im Osten werden. Statt der Rüstungsindustrie ständig neue Aufträge zu verschaffen, sollte ein soziales Wohnungsbauprogramm aufgelegt werden, schlägt Grünwald vor.

Die Landespartei hat ihr Wahlprogramm so untersetzt: Sie fordert u.a. den Ausstieg der Bundeswehr aus allen Kriegseinsätzen und den Austritt Deutschlands aus der Nato. Zudem wird ein Arbeitsbeschaffungsprogramm gefordert, mit dem 100 000 Arbeitsplätze im Bau- und baunahen Gewerbe geschaffen werden. 162 000 Stellen, die in den Krankenhäusern fehlten, sollten besetzt werden.

Zudem sollen 20 000 Lehrer und 10 000 zusätzliche Erzieher eingestellt werden. Weitere Forderungen sind die Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro, eine gerechtere Verteilung von Arbeit durch eine 30-Stunden-Woche. Zudem sollte mit der Bodenspekulation und dem Landgrabhing Schluss gemacht werden. Bei Sozialwohnungen soll eine wirksame Mietpreisbindung für 25 Jahre bei Sozialwohnungen eingeführt werden.

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