von
Hans Stahl
E M P F E H L U N G
Ein Wohnhaus sieht von außen betrachtet anders aus als von
innen. Standorte beeinflussen, ja bestimmen oft die Sicht sowohl auf
Wirklichkeit als auch auf Vorgänge.Wer dieses Heft von Hans Stahl liest,dem kann ich versprechen,
Gesichtspunkte,
Überlegungen, Denkanstöße zu finden, die in deutschen Massenmedien nicht vorhanden
und selbst
in linken Publikationen ungewöhnlich sind. Ob jeder seinem Standpunkt zustimmt, seine
Gesichtspunkte teilen
kann, ist unerheblich gegenüber der weiteren Sicht die sich eröffnet. Hier schreibt
ein lebenserfahrener Mensch
und überzeugter Kommunist. Als solcher gebärdet er sich weder unabhängig noch
frei oder pluralistisch, wie es bei
all den Schreiberlingen üblich ist, die auf diese Weise ihren Lesern bereits im ersten
Satz einen Bären aufbinden.
Auch fließt kein aalglatter Text aus seiner Feder, auf dem sich lesend dahin gleiten
lässt. Im Gegenteil, bei manchem
Satz, bei mancher Aussage stutzt man, zweifelt auch, um sich dann an der anschließenden
Erklärung zu stoßen
oder zu erfreuen. Wen unsere Zeit und ihre realen Tendenzen interessieren , wird das Heft mit
Gewinn lesen.
Wen nicht, der soll es lassen.
BRIGITTE MÜLLER
Vorsitzende des DKP-Landesverbandes Brandenburg
Oktober 2006
ÜB E R S IC H T : Seite 4 Voller Kraft und Zuversicht
Seite 8 VR China
Seite 9 Milliardenfaches Aufbegehren
Seite 12 Der Deutschen Pflicht
Seite 16 Summa summarum
Seite 18 Sozialistische Republik Vietnam
Seite 19 Kernwaffen-Staaten
Seite 19 Die Nato
Der Deutschen Pflicht
Jeder scharfe Schuss, der aus der Kanone des Kampfpanzers Leopard
auf dem Übungsplatz abgefeuert wird, kostet unseren bekanntlich armen Staat tausend Euro.
Mit mehr
als fünfzig Millionen Euro wird der Stückpreis des neuen Kampfflugzeuges
Typhoon angegeben. Für das Geld stünde er dann allerdings ohne
Bewaffnung und sonstige Ausrüstung auf den Fliegerhorsten. Die deutschen Hartz-Geld-Empfänger
und sonstigen sozial schwachen Patrioten werden also den Gürtel noch ein wenig enger schnallen
müssen.
Dabei ist hier nur von Lappalien die Rede, denn unser Staat ist fest entschlossen, Deutschland
überall auf
der Welt zu schützen, nicht nur an seinen Grenzen. Kriege kosten gewöhnlich viel
Geld, auch wenn sie
klein anfangen. Da steht weit mehr auf dem Spiel als nur der Euro-Betrag für Leoparden
und Typhoons.
Kriege haben aber auch einen großen Vorteil: Sie machen ein Volk opferbereit. Da zählen
weder Geld
noch Qual oder Blut. Da zählt wie beim Fußball nur eines: Deutschland muss siegen.
Gewöhnlicher Imperialismus
Die heutigen politischen Vorgänge sind so unglaublich, dass sie prompt
auch fast niemand glauben will. Die BRD feiert sich selbst als Exportweltmeister.
Wie bescheiden, denn es werden doch nicht nur enorme ABSATZMÄRKTE gewonnen. Auch
das Streben nach fremdländischen ROHSTOFFQUELLEN expandiert feurig.
Und der KAPITALEXPORT wuchert in die Höhe, wenn auch infolge seiner oft verdeckten Formen
in der
Öffentlichkeit bisher unterbelichtet. Hast Du nicht gesehen, treibt daraus
ein selbstherrlicher Anspruch auf weltweite WIRTSCHAFTLICHE und POLITISCHE EINFLUSSSPÄREN
hervor.
Ein Erschrecken der Deutschen, wie unverschämt ihr Staat dabei die Politik (auch die innere)
anderer Länder
nicht nur benotet, sondern zu dominieren versucht, findet nicht statt. Auch der inzwischen
unentwegte
Einsatz bundesrepublikanischer Wehrmacht in fernen Ländern zwecks internationaler Machtausübung
des westdeutschen Finanzkapitals beunruhigt die Deutschen nur wenig. Alles in allem: Der ganz
gewöhnliche
Imperialismus. Wie er bei Lenin im Buche steht. Das hindert Demokraten, Linke und
Eurokommunisten offenbar nicht zu glauben, in einem solchen Staat wäre politisches Fair
Play zwischen dem
meist mittellosen Volk und den wirtschaftlich und politisch Mächtigen denkbar. Jedenfalls
reden sie das den
Wählern ein. Sie weigern sich geradezu, die Kausalität unseres heutigen Imperialismus
mit der inneren
sozialen, wirtschaftlichen, ideologischen und also politischen Misere der BRD zur Kenntnis
zu nehmen.
Geschweige denn die Verantwortung, die aus weltweiter Expansion und Aggression für jeden
Staatsbürger
erwächst. WEITERLESEN ??? DANN
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Liebe Freunde und Genossen , an dieser Stelle mal etwas persönliches , das wie ich meine, ganz gut zum Vorstehenden passt .
Für die Montagsdemo in Eberswalde schrieb ich folgendes Lied :
DAS SIND WIR
Wer lässt das Korn auf den Feldern gedeihen ,wer schafft sich tagtäglich in Schacht und Fabrik ?
Wer sorgt dafür das der Schornstein nicht ausgeht , und wer bekommt kärglichen Lohn nur dafür ?
---------Das sind wir-----------Das sind wir
Wer füllt sich die Taschen mit dem was wir alle gemeinsam in Schacht und Fabrik produziern ?
Wer tut so als würde der Reichtum des Volkes alleine ihm nur gehörn ?
--------Das sind sie--------------Das sind sie
Wer braucht den Frieden damit seine Kinder auch morgen noch lachend zur Schule gehn ?
Wer braucht den Frieden damit die Fabriken und Häuser auch morgen noch stehn ?
--------Das sind wir------------Das sind wir
Wer hat gut Lachen wenn Fabriken schließen wer verdient daran wenn Soldaten krepiern ?
wer treibt die Welt an den Rande des Abgrunds und wer kann doch nur verliern ?
--------Das sind sie-----------Das sind sie
R.Jahnke Oktober 2006