OSTCAMP 2016

Vom 13. bis zum 16. Mai 2016 ist es wieder so weit: Wir, die SDAJ, veranstalten mit unseren Freunden von der Deutschen kommunistischen Partei und vielen weiteren Unterstützern das Ostcamp 2016. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen wollen wir feiern und diskutieren. Mit Konzerten und Partys, spannenden Workshops und aufregenden Sport- und Kulturangeboten wollen wir gemeinsam ein cooles Festival gestalten. Lasst uns für ein Wochenende den Kapitalistischen Normalzustand abschaffen und gemeinsam feiern!
Wir wollen mit euch zusammen feiern, uns in die Sonne legen, diskutieren, zelten und die Beine ins Wasser, aber den Kopf nicht hängen lassen. Klar: die fehlenden Ausbildungsplätze stressen uns. Uns nerven unsere Zukunftsängste und wir haben keine Lust mehr auf die andauernden Kürzungen im Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsbereich. LehrerInnenmangel und veraltetes Unterrichtsmaterial? Kommt uns irgendwie bekannt vor. Und dass Frauen bei gleicher Arbeit immer noch wesentlich weniger verdienen als Männer ist sowas von … kapitalismusmäßig. Genauso wie die anhaltenden deutschen Waffenverkäufe, Hochrüstung, deutsche Angriffskriege, rassistische Hetze gegen Geflüchtete, prügelnde Polizisten und die großen Ohren und Augen des „Verfassungsschutzes“. Es geht uns super? Joa, abgesehen von so ziemlich allem, auf was es eigentlich ankommt.
Wir denken, in Zeiten wie diesen gibt es mehr als genug Gründe, selber politisch aktiv zu werden. Fühlst auch du dich von der aufdringliche Werbekampagne der Bundeswehr, mit einleuchtenden Sprüchen wie “Grünzeug ist auch gesund für deine Karriere” bedrängt?
Seit die Wehrpflicht 2010 ausgesetzt wurde, hat die Bundeswehr erhebliche Nachschubprobleme bekommen, was im krassen Gegensatz zu den Ausweitung der völkerrechtswidrigen Auslandseinsätze in den letzten Jahren steht. Eine Armee braucht Kanonenfutter, und um dieses zu bekommen ist die Bundeswehr bereit, psychologische Kriegsführung gegen das eigene Volk zu führen, wie der Slogan “wir kämpfen auch dafür, das du gegen uns sein kannst, zur Genüge zeigt. Doch wir lassen uns nicht mit billigen Sprüchen und Werbung für einen Abenteuerspielplatz in den Tod für Deutschlands Platz an der Sonne locken!
Mit politischen Begriffen wie “Terrorismus” wird eine Angst in der Bevölkerung geschürt , die genutzt wird um Kriegseinsätze zu legitimieren. Anschläge, wie der in Paris am 13. November 20 kommen der Französischen Regierung nur gelegen, wenn sie damit einen Angriffskrieg in Syrien einleiten kann, ohne große Kritik aus der eigenen Bevölkerung erwarten zu müssen. Hinter solchen Operationen steckt keineswegs der Wille, in den betroffenen Regionen Brunnen zu bauen und humanitäre Hilfe zu leisten, sondern rein geostrategisches Interesse.
Leider ist Krieg nicht das einzige Problem, gegen das wir uns als sozialistische Jugendorganisation zur Wehr setzen müssen. Die Stimmung hat sich verändert in Deutschland. Der Konflikt in Syrien, die sogenannte „Flüchtlingskrise“ und die andauernden Aufmärsche von PEGIDA haben allesamt etwas gemeinsam. Überall behaupten Leute, es ginge darum, das „westliche Abendland“ zu verteidigen – gegen Terrorismus und andere Kulturen, notfalls eben auch militärisch. Nicht nur von rechten Organisationen wird ein gemeinsames nationales Interesse herauf beschworen, das in Syrien für deutsche Interessen kämpft. Rings um Deutschland und Europa wird eine Mauer hochgezogen.
Deshalb veranstalten wir unter dem Motto “Mach was wirklich zählt – hoch den Arsch gegen Camouflage!” vom 13.-16. Mai 2016 zum vierten Mal ein regionalen Pfingstcamp, bei dem wir uns mit vielen gesellschaftlichen Widersprüchen in Form von Workshops, Podiumsdiskussionen und Referaten auseinandersetzen werden. Darüber hinaus gibt es wie jedes Jahr natürlich ein breites Angebot an Konzerten, Partys und Sport! Das diesjährige „Ostcamp“ steht unter dem Motto “Mach was wirklich zählt – hoch den Arsch gegen Camouflage!”
Das konkrete Programm findet ihr auf der Pfingstcamp-Seite – am Besten ihr schreibt einfach gleich unseren GenossInnen vor Ort, wie es aussieht mit den Karten und der Anfahrt und … kommt vorbei! Einfach vorbeikommen ist kostenlos! Die Kosten für Tickets (inkl. Übernachtungen und Essen) findet ihr auf der www.ostcamp.de – am Geld solls aber nicht scheitern.

SDAJ

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