Überlegungen zur Wahl

Warum Kommunisten wählen?

Manfred Ebel DKP

Manfred Ebel:

Thema Finanzpolitik

Um die nötigen Unterstützerunterschriften zu bekommen führten wir brandenburger Kommunisten geschätzt 10 000 Gespräche mit Menschen auf den Straßen im Land Brandenburg. Das waren wahrlich Dialoge. Wir erfuhren, dass sehr viele Menschen sich Gedanken um Zustände und Ursachen machen.
Eine häufige Überlegung war, wie denn soziale Verbesserungen in Bildungswesen oder Gesundheit, im sozialen Wohnungsbau oder zugunsten der jetzigen Hartz-IV-Empfänger bezahlt werden sollen. Meist verwiesen wir in die absurden Etats z.B. des Kriegsministeriums.
Hier wollen wir auf eine konkrete historische Betrachtung in unserer Zeitung uz vom 4.8.17 hinweisen. Lucas Zeise listet darin das

Logbuch der Finanzkrise

Bevor Sie sich darin vertiefen, machen Sie sich doch bewusst, wer denn das Geld erwirtschaftet, das da zum Erhalt des Finanzsektors aufgebracht wird! Ganz klar: Werte werden ausschließlich von Arbeitenden geschaffen, auch wenn es dann in Geldform versteckt ist. Niemals schafft ein Politiker oder ein Nur-Besitzer-an-Produktionsmitteln irgendeinen Wert. Sie alle enteignen die Arbeitenden und laben sich dran. Nun denn, Arbeitende und Wähler: Diese nachfolgenden Milliarden habt Ihr allein erarbeitet. Noch schlimmer: Diese Politiker und Finanzhaie, die das hier zu verantworten haben, nehmen Anleihe auf das, was Ihr erst erarbeiten werdet!

Da erübrigt sich eigentlich die Frage, wie das bezahlt werden soll. Die Frage ist richtiger: Was geschieht mit dem erarbeiteten Reichtum?!

Nur Kommunisten geben hier richtige Antworten.

Wählt Kommunisten!

„Logbuch der Finanzkrise
9. August 2007: Der Interbankenmarkt friert ein. Die EZB pumpt an diesem Tag 95 Mrd. Euro zusätzlich in das Bankensystem, in den kommenden Wochen noch weitaus mehr. Die Zentralbanken der USA, Japans und kleinerer kapitalistischer Länder handeln ähnlich.

13. August 2007: Die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs pumpt 3 Mrd. Dollar in einen eigenen Hedge Fund, um ihn vor dem Kollaps zu bewahren.
14. September 2007: In England gibt es einen „Bank-Run“ auf die Hypothekenbank Northern Rock. Northern Rock wird Opfer der ausgetrockneten Interbankenmärkte. Es ist der größte Bank Run in Großbritannien seit über hundert Jahren.

17. Februar 2008: Northern Rock wird verstaatlicht.

22. März 2008: Die New Yorker Investmentbank Bear Stearns wird vor dem Kollaps gerettet, indem die US-Bank J. P. Morgan sie zusammen mit einer Garantie der US-Notenbank von 30 Mrd. Dollar übernimmt.

1. April 2008: Die größte Schweizer Bank UBS, die zugleich die größte Vermögensverwaltung der Welt darstellt, schreibt 19 Mrd. Schweizer Franken an faulen Hypothekenpapieren ab.

7. September 2008: Die US-Regierung garantiert die Zahlungsfähigkeit von „Fannie Mae“ und „Freddie Mac“, zwei riesigen Hypothekenfinanzierern. Ohne diese Garantie wäre der Weltfinanzmarkt zusammengebrochen.

13./14. September 2008: Die New Yorker Investmentbank Lehman Brothers ist gefährdet. Die US-Notenbank will, anders als bei Bear Stearns, keine Finanzhilfe zur Verfügung stellen. Die britische Bank „Barclays“ und die „Bank of America“ gelten als potenzielle Käufer. Beide ziehen sich jedoch zurück. Die Verhandlungen scheitern. Bank of America kauft statt dessen die New Yorker Investmentbank Merrill Lynch.

15. September 2008: Lehman erklärt Insolvenz. Es ist der größte Bankrott in der Geschichte der USA.

17. September 2008: Die US-Notenbank stützt die damals größte Versicherungsgesellschaft der Welt, AIG, mit zunächst 85 Mrd. Dollar und übernimmt sie zu 80 Prozent.

2. Oktober 2008: Die US-Regierung verabschiedet nach zähem Ringen einen 700-Mrd.-Dollar-Plan „Troubled Asset Relief Program (Tarp)“, um den Finanzsektor zu retten.

8. Oktober 2008: Sieben Zentralbanken senken in einer gemeinsamen Aktion ihre Leitzinsen.

13. Oktober 2008: Die britische Regierung übernimmt 58 Prozent der Royal Bank of Scotland.

13. Oktober 2008: Die europäischen Regierungen stellen rund 1000 Mrd. Euro für die Finanzbranche zur Verfügung.

16. Oktober 2008: Die Schweizer Zentralbank übernimmt von der UBS ein Portfolio an toxischen Krediten im Umfang von 60 Mrd. Dollar und rettet sie damit. Die Schweizer Regierung schießt 6 Mrd. Franken zu.

9. November 2008: China beschließt ein Konjunkturprogramm: Über zwei Jahre will die Regierung 586 Mrd. Dollar in die Infrastruktur und in soziale Projekte investieren.

15. November 2008: Zum ersten Mal treffen sich die G20 auf der Ebene der Regierungschefs in Washington und beschließen einen Aktionsplan für eine Neuordnung der globalen Finanzmärkte.“

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